WALTER RIML

Kameramann - Schauspieler - Fotograf

1932/35: DREHARBEITEN IN GRÖNLAND

Walter Riml in "SOS - Eisberg". Aushangfoto. Fotograf unbekannt

Im Jahr 1933 ist Walter Riml Mitglied der Universal Grönland-Filmexpedition mit Regisseur Dr. Arnold Fanck.

Im Fanck-Film "SOS Eisberg" spielt der lange Tiroler an der Seite von Leni Riefenstahl, Gustav Diessl und Sepp Rist den Koch "Fritz Kümmel". Daneben wird in der Nähe von Ummannaq die Grönlandposse "Nordpol - Ahoi!", eine Parodie auf "SOS Eisberg" gedreht. „Nordpol - Ahoi!“ (auch: "Hoppla - Wir Beide!") ist der letzte Film mit dem Duo Walter Riml und Guzzi Lantschner. Regisseur ist Andrew Marton.  Die Hauptrolle ist mit Martons Ehefrau Jarmila besetzt. Die Filmmusik schreibt Paul Dessau, das Drehbuch Charlie Roellinghoff. Vermutlich werden einzelne Szenen aber auch aus der Situationskomik und den spontanen Einfällen seiner Protagonisten Riml und Lantschner heraus entwickelt. „Nordpol - Ahoi!“ wird bei seiner Uraufführung 1934 ein Sensationserfolg wie die Presseberichte der damaligen Zeit beweisen.


Die "Licht-Bild-Bühne" schreibt: „So etwas Urkomisches hat man lange nicht gesehen“... und die "Dessauer Filmbühne" meint: „Filmerfolg – Ahoi. Totgelachtes, begeistertes Publikum rief oft und lange nach Riml und Lantschner“.... 


"Nordpol - Ahoi!" wird sogar in Japan aufgeführt. 

Und: Riml und Lantschner erhalten nach Ende der Dreharbeiten in Grönland sogar das Angebot für einen Zweijahresvertrag nach Hollywood. Warum es jedoch nie zu einem endgültigen Vertragsabschluss kommt, ist nicht bekannt.

 

Zudem gibt es, trotz des großartigen Erfolgs, nach „Nordpol-Ahoi!“ plötzlich keinen Film mehr mit den "Hamburger Zimmerleuten". Walter Riml erzählt später, dass dies wohl auf eine Anweisung von Propagandaminister Josef Goebbels geschah, der meinte: „Das ist kein deutscher Humor.“  Verständlich wird diese Anweisung wenn man weiß, dass die Figuren der Hamburger Zimmerleute vermutlich auf die jüdischen Vaudeville-Künstler Gebrüder Wolf zurückgehen.

 

Der Film "Nordpol - Ahoi!" ist trotz intensiver und weltweiter Suche bis heute verschollen!

 

Aushangfoto "Das große Eis". Fotograf unbekannt

Neben der Arbeit als Schauspieler macht Walter Riml viele Dokumentaraufnahmen von Gletscherkalbungen und dem Leben der Eskimos. Er arbeitet dabei mit dem berühmten Polarforscher Dr. Ernst Sorge zusammen.

 

1935 führte ihn seine Arbeit erneut nach Grönland. Es entsteht der Film "Das große Eis - Alfred Wegeners letzte Fahrt". Walter Rimls Archiv mit über Zehntausenden der Grönland-Fotografien sowie Negativen der Japanreise verbrennt 1944 durch einen Bombenangriff auf Berlin.

 

In der Fotogalerie zu dieser Seite sehen Sie eine Seite seines Reisepasses mit den Stempeln zur ersten Grönlandreise. Die handschriftlichen Eintragungen „Greenland“ mit Datumsangabe hat Walter Riml später dazu gefügt. Auf der linken Passseite sieht man eine Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz. Dort wurde 1932 der Film „Abenteuer im Engadin“ gedreht in dem Walter Riml die Hauptrolle spielte.

 

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Impressum Texte © Helma Türk - Fotos Walter Riml © Dr.Christian Riml